Montag, 1. August 2016

Ran an die UFOs! August: UFO light

Als ich vor ein paar Wochen mit Nähfreundinnen über dieses und jenes, unter anderen auch über UFOs, gechattet habe, ist irgendwann der Begrif UFO light gefallen. Ich glaube Frau Kreuzberger Nähte hatte ihn benutzt, als sie berichtete, dass sie gerade ihren Pyjama, der erst seit zwei oder drei Monaten angefangen herumliegt, fertig macht. UFO light, ein cooles Wort und auf jeden Fall ein Kandidat für das #Nähnerdwort des Jahres ;)

Alle meine bisherigen UFOs waren Sachen, die schon deutlich längerer lagen und alle Projekte, die ich in diesem Jahr angefangen habe, sind fertig. Alle bis auf eins. Ende Februar habe ich bei einem Nähkränzchen ein Kleid angefangen und seitdem nicht mehr daran genäht. Das Kleid sollte ähnlich aussehen, wie ein Kleid aus der Max Mara Sommerkollektion vom letzten Jahr - schwarzweiß, gerade geschnitten, gewickelt, weiß eingefasst.


Den Stoff habe ich bei Alfatex gefunden. Ein mittelschwerer Viskose-Crêpe. Der Schnitt ist ein Mantelkleid aus einem Burda Style Heft (Modell 124, Burda Style 5/2012).


Das Max Mara Original war ungefüttert und ich war überzeugt, dass ich auch das Kleid ohne Futter nähen kann. Der Stoff ist blickdicht und als ich ihn mir zur Probe anhielt, fand ich den Fall sehr gut. Das halbe Nähkränzchen habe ich mit dem "Schnönmachen" der Nahtzugaben verbracht. Erst habe ich sie mit der Overlock versäubert, dann umgebügelt und abgesteppt.


Nur leider als ich das Kleid halbfertig angezogen habe, hing es an mir irgendwie unschön und schürzenartig. Ich war enttäuscht. Mag sein, dass es an den fehlenden Ärmeln lag und dass es ganz fertig mit weißen Blenden vollkommen anders aussehen würde, aber ich war plötzlich unsicher. Möglicherweise war es die falsche Entscheidung das Kleid ohne Futter nähen zu wollen. Und welche Technik fürs Annähen der Blenden richtig wäre wusste ich auch nicht. Nahtzugaben abschneiden und das Kleid einfassen oder den weißen Stoffstreifen nur von oben annähen? Plötzlich stellten sich mir zu viele Fragen. An dem Nähkränzchen schaute ich danach nur den anderen zu und das Kleid liegt seitdem im Nähkorb. Es wird Zeit, dass es vollendet wird. Es macht wenig Sinn alte UFOs zu bekämpfen und gleichzeitig neue zu produzieren.

Vielleicht habt ihr bemerkt, dass es - um die Teilnahme an der "Ran an die UFOs!"-Aktion zu vereinfachen - jetzt ein Linktool gibt. Die Linkliste bleibt immer eine Woche offen. Zeit genug also um auch "verspätet" eure Beiträge zu verlinken. Ich muss sagen, dass ich unglaublich glücklich bin, dass ich die Aktion gestartet habe. Ohne den Termindruck würden meine UFOs mit Sicherheit noch nicht fertig. Es ist überhaupt fraglich, ob ich sie jemals vollenden würde. Ich finde es sehr schade, dass ich bis jetzt nur wenige für die Aktion begeistern konnte. Um euch einen kleinen Anreiz zu geben, habe ich mir überlegt, dass ich am Ende des Jahres unter allen Personen, die mindestens drei Mal an der Aktion teilgenommen haben, einen kleinen aber feinen Preis verlosen werde. Also, los geht's! Ran an die UFOs!






"Ran an die Ufos!" ist eine Aktion, in der es darum geht angefangene und nicht beendete Projekte fertigzunähen. Sie findet monatlich bis Ende des Jahres statt. An jedem Ersten des Monats wird das UFO-Projekt vorgestellt und an jedem Letzten des Monats wird das fertige Kleidungsstück präsentiert. Nimmt man an der Aktion kon­ti­nu­ier­lich teil, ist es möglich die beiden Posts in einem zusammenzufassen.
Das Logo könnt ihr selbstverständlich verwenden.

Der nächster Termin ist Mittwoch, der 31.08.2016



Sonntag, 31. Juli 2016

Ran an die UFOs! - Juli Resümee

Das nächste UFO ist fertig. Ein Kleid, das schon einige Jahre angefangen herumlag. Ursprünglich sollte es ein asymmetrisches, eng anliegendes, an den Seiten gerafftes Kleid werden. Mir hat der gewählte Schnitt an mir nicht gefallen, gleichzeitig fehlte mir die Idee, wie ich es umändern könnte. Ich wollte lieber ein Kleid, das um die Hüfte nicht so eng ist, da ich aber außer dem schon zugeschnittenen Kleid nur ein schmales Reststück von dem Stoff übrig hatte, hatte ich nicht viel Möglichkeiten. So sieht mein Kleid jetzt:





Was habe ich geändert? Als erstes habe ich das Kleid in der Taille durchgeschnitten. Das Oberteil habe ich mit Viskose Stretchfutter gefüttert. So ein Stretchfutter hat für mich den Vorteil, dass es nur in die Querrichtung stretchig ist und so sitzt die Taille immer richtig. Erst nachdem das Oberteil schon fast fertig war, fing ich an mir Gedanken über den Rock des Kleides zu machen. Zuerst habe ich plissierten schwarzen Stoff gekauft und wollte beide Stoffe miteinander kombinieren aber das sah irgendwie drangestückelt aus und hat mir nicht gefallen. Daraufhin habe ich den vorhandenen Stoff - den schon zugeschnittenen Rock und den Stoffrest - ganz genau vermessen und stellte glücklich fest, dass die vorhandene Menge zwar knapp aber doch für einen Bahnenrock ausreicht. Die vordere und hintere mittlere Rockbahn konnte ich aus dem Reststück zuschneiden. Die seitlichen Rockbahnen sind aus dem alten Rock entstanden. Das Rockteil hat keine Seitennähte. Bei dem stark gemusterten Stoff man muss ohnehin ganz genau hinschauen um zu bemerken, wo die Schnittlinien verlaufen.



Ich bin jetzt ganz glücklich mit dem Kleid. Das Oberteil ist bequem, der Rock fällt ganz schön und mir gefällt die Taillennaht. Die 7/8 Länge finde ich ebenfalls ganz gut. Das Ergebnis sieht lässig aus, ist zwar kein Bürokleid aber durchaus alltagstauglich und mit verschiedenen Schuhen tragbar ;). Ich freue mich über mein neues Kleid und wie ist es euch im Juli mit den UFOs ergangen?





"Ran an die Ufos!" ist eine Aktion, in der es darum geht angefangene und nicht beendete Projekte fertigzunähen. Sie findet monatlich bis Ende des Jahres statt. An jedem Ersten des Monats wird das UFO-Projekt vorgestellt und an jedem Letzten des Monats wird das fertige Kleidungsstück präsentiert. Nimmt man an der Aktion kon­ti­nu­ier­lich teil, ist es möglich die beiden Posts in einem zusammenzufassen.
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Der nächster Termin ist Montag, der 01.08.2016

Mittwoch, 20. Juli 2016

MMM - Manchmal macht das Nähen keinen Spaß!

Letzten Mittwoch sollte ich eigentlich den zweiten meiner drei Sommerrock-Sew-Along Röcke zeigen, aber als ich dann am Abend endlich Zeit hatte, war ich zu müde, um mich dafür noch zu motivieren. Ich hole das irgendwann nach (dasholeichnochnach-Liste wird auch immer länger ;),
heute hingegen - auch sehr, sehr spät - zeige ich den letzten meiner drei Röcke.

Nachdem ich während des Sewalongs zwei Röcke genäht habe, wollte ich erst keinen weiteren nähen, aber dann ist es plötzlich so warm geworden und die gelben Punkte lächelten mich so verführerisch an, dass ich schwach geworden bin.




Drei Rock-Schnitte aus der Fashion Style haben mir gut gefallen und dann hat Anna im Kommentar noch einen sehr schönen Burda-Schnitt ins Spiel gebracht. Warum es letztendlich der Rock Nr. 5 aus der Fashion Style 8/2015 geworden ist? Ein großer Pluspunkt von diesem Schnittmuster lag darin, dass es ein Futterschnitt hatte, denn der transparente Georgette musste unbedingt gefüttert werden. In vielen Fällen nähe ich den Futterrock gleich wie den eigentlichen Rock, aber wenn der Rock viele Falten hat oder in der Taille gekräuselt ist, ist ein extra Futterschnittmuster, das enger ist, eine feine Sache. Schön an dem Schnitt fand ich außerdem die geknöpfte Seite. Ich habe überlegt, ob Annas Vorschlag - der Rock 132 aus der Burdastyle 6/2013 - tatsächlich nicht ein schöner Schnitt für diesen Stoff wäre, aber die vielen Einschnitte für die Godets haben mich abgeschreckt. Im Nachhinein bin ich sehr glücklich darüber, dass ich diesen Schnitt nicht gewählt habe, denn das Nähen war schon bei dem viel einfacheren Knipmode Schnitt eine Qual. Der Stoff verzog sich höllisch bei dem Zuschnitt, beim Nähen und auch beim Säumen. Den Saum hinzubekommen hat mich fast den ganzen Tag gekostet und ich fluchte dabei wie ein Matrose. Am Ende war ich so entnervt, dass ich das Futter an der Puppe Pi mal Daumen abgeschnitten hatte. Ein Fehler, wie ich später bemerkte. Der Futtersaum, der nicht überall parallel zu den Rocksaum verlief, schien durch den Stoff durch und lies den Rocksaum ungerade wirken. Ich musste dann wohl oder übel noch nachbessern :(.

Die Transparenz des Stoffes hat mir auch einige andere Probleme bereitet. In den Bund und in die Knopfleiste musste ich ebenso einen Futtersteifen einarbeiten, weil sie sonst andere Farbe hatten als der Rest des Rocks. Leider ist so ein helles Futter auch nicht ganz Blickdicht und obwohl der Rock gefüttert ist, muss man hautfarbene Unterwäsche tragen und dunkle Oberteile kann man in den Rock auch nicht stecken, weil sie zu sehr durchscheinen.





Bei dem Schnittmuster selbst hat mich sehr irritiert, dass die Rockteile im Stoffbruch symmetrisch zugeschnitten werden sollten und die seitliche Blende einfach nur auf der linken Seite drangenäht werden sollte. Dies hätte zur Folge, dass die linke Rockseite 4cm mehr Umfang als die rechte hätte. Das fand ich sehr eigenartig. Wahrscheinlich aus diesem Grund, um die Weitenunterschiede zu kaschieren, hat der Rock hinten einen elastischen Bund. Diese Bundlösung an sich gefällt mir sehr, den Rock habe ich trotzdem anders genäht. Ich habe sowohl die vordere als auch die hintere Rockbahn auf der linken Seite um zwei Zentimeter schmaler zugeschnitten. Mit der 4cm breiten Blende ist so der Rock von der Mitte aus gesehen symmetrisch :).




Ich habe zu dem Rock drei unterschiedliche Oberteile ausprobiert. Das gelbe, eng geschnittene Top ist selbstgenäht. Ich hatte vor einigen Jahren ein 40cm! Reststück von einem wunderschönen Sommertweeds gekauft - hier schon darüber geschrieben - und musste mächtig tricksen, um daraus das Top 102 aus der Burdastyle 02/2011 zu nähen. Die beiden anderen Shirts sind gekauft. Das kurzärmlige ist aus dünnem Leinenstrick und kann gut im Rock getragen werden. Das Schlangenprint Shirt ist etwas lockerer geschnitten und ich finde, über den Rockbund getragen sieht es ganz gut aus.

Auch wenn das Nähen streckenweise anstrengend war, in meinen Augen hat es sich gelohnt. Ich mag das Endergebnis. Eine Knopfleiste an der Seite ist mal was anderes und mir gefällt auch der breite Bund mit dem Gummiband hinten. Alles in allem ein schöner Rockschnitt.

Und jetzt verlinke ich mein Selbstgenähtes noch ganz schnell auf den allerletzten Drücker beim MeMadeMittwoch.

Mittwoch, 6. Juli 2016

MMM - Zeit, dass sich was dreht

Zu später Stunde am heutigen MeMadeMittwoch möchte ich noch wie versprochen ;) den ersten meiner drei Sommerrock-Sew-Along Röcke zeigen.


Als ich anfangs Mai den Stoff auf dem Maybachufermarkt sah, musste ich sofort an die afrikanischen Waxprintstoffe denken. Wenn auch auf den ersten Blick vom Muster und den Farben her der Stoff tatsächlich aus Afrika stammen könnte, konnte selbst so ein Laie wie ich, schon beim ersten Befühlen den Unterschied erkennen. Es war nicht diese typisch steife gewachste Baumwolle, sondern eine extrem leichte und weiche Viskose. Ich hatte nicht vor an diesem Tag etwas zu kaufen, aber wie das so ist, wenn man in einer Gruppe nähverrückter Frauen mit geschultem Blick für Stoffschätze zusammen ist, es wanderten 2m von dem Stoff  - und auch einige andere - in meine Tasche. Ich hatte kein bestimmtes Projekt im Sinn und war ziemlich sicher, dass der Stoff erst einmal überwintern wird.

Alles ist anders gekommen, als ich dann kurz danach die Fashion Style 04/2016 sah. Der Rock auf der Titelseite ist mir sofort ins Auge gesprungen und der weiche Stoff schien mir perfekt dafür zu sein. Der große Stoffverbrauch hat mich am Anfang nicht abgeschreckt - ich bin ja nicht so groß und schon darin geübt mit kleinerer Stoffmenge als angegeben auszukommen. Aber diesmal hab ich mich leider verschätzt. Meine zwei Meter reichten bei Weitem nicht aus. Ihr könnt euch denken, wie enttäuscht ich war. Meine letzte Hoffnung war, dass ich den Stoff noch nachkaufen kann. Aber ich musste noch eine ganze Woche bangen, bevor ich glücklich zwei weitere Meter von dem Stoff in der Hand halten dürfte.

Einen weiten Rock zu nähen ist es nicht schwierig, man muss nur darauf achten, dass die Taillenweite stimmt. Der schwierigste Part war bei diesem Rock eindeutig der Zuschnitt. Obwohl ich schon einen großen Tisch habe, passte das Schnittteil nicht drauf. Ich kämpfte einen ganzen Vormittag mit dem flutschigen Stoff auf dem Boden. Das Nähen ging dagegen recht flott. Einzige kleine Schwierigkeit stellten die Nahttaschen dar, vor allen, weil ich alle Nähte als französische oder falsche französische Nähte nähen wollte. Ich habe nicht viel Erfahrung mit weiten Röcken, darum wunderte ich mich sehr, wie stark und vor allem wie ungleichmäßig sich der Rock verzogen hat. Mit dem Rockabrunder war es letztendlich nicht schwierig den Saum zu begradigen, aber ich wüsste nicht, wie man das ohne einen Rockabrunder bewältigen sollte.



In der Fashion Style wurde der Rock mit zwei unterschiedlichen Oberteilen gezeigt. Mir gefallen beide Oberteile sehr gut, besonders aber die Wickelbluse. Seitdem Nina vor einiger Zeit ihre Wickelbluse gezeigt hat, träume ich auch von einer. Aber angesichts dessen, dass ich noch so viele andere Sachen in diesem Sommer nähen möchte, wird das wahrscheinlich erst ein Projekt für den nächsten Sommer sein. Die Bluse, die ich heute trage, passt auch ganz gut zu dem Rock.





Der Rock trägt sich ganz wunderbar. Es ist ein schönes Gefühl eine solche Stoffmenge um die Beine flattern zu haben. Das wird Monika, die aus dem gleichen Stoff ein wunderschönes Kleid genäht hat, bestimmt auch bestätigen. Obwohl ich meistens meine Röcke mit Futter nähe, habe ich diesen ungefüttert gelassen, da er so ganz luftig und auch an heißen Tagen angenehm zu tragen ist. Ich hoffe es kommen noch solche Tage in diesem Sommer.

Und jetzt bevor die MeMadeMittwoch-Linkliste schließt, stoße ich schnell zu den vielen Selbermacherinnen in selbstgenähter Kleidung.

Samstag, 2. Juli 2016

Sommer-Rock-Sew-Along - genäht!

Zweieinhalb Röcke ist meine Sommer-Rock-Sew-Along Bilanz, die mich äußerst zufrieden macht. Ich plane viel und ich plane gerne. Das nächste Nähprojekt folgt nur leider viel zu oft nicht dem Plan, sondern wird spontan aus dem Bauch heraus entschieden. Nicht immer das, was ich gerade am nötigsten hätte und nicht immer die beste Voraussetzung für eine stimmige Garderobe. Ohne den Sewalong würde ich wahrscheinlich auch nicht drei Röcke nacheinander nähen, aber genau diese zu nähen bevor der Sommer vorbei ist, war mein Plan, den ich jetzt dank Lucys und .meikes Idee fast vollständig umgesetzt habe. Vielen Dank für diese schöne Idee! Besonders toll an dem Sewalong fand ich, dass alle, egal ob Anfänger oder die fortgeschrittene Schneiderin, sich angesprochen fühlen und mitmachen konnten. Schön auch, dass die Linkliste immer ein paar Tage offen war. Davon habe ich reichlich Gebrauch gemacht ;)

Wenn ich sagen würde, dass ich nichts zum Anziehen habe, wäre es gelogen, aber richtige Sommerröcke - leicht, flatterig, bunt - gab mein Kleiderschrank bis jetzt tatsächlich nicht her. Ich freue mich also sehr über den Neuzugang.

~~~~~~~~~~ 1 ~~~~~~~~~~
Schnitt: Fashion Style / Knipmode 4/2016#6
Stoff: Viskose-Musselin / Maybachufer


~~~~~~~~~~ 2 ~~~~~~~~~~
Schnitt: Burda 2/1972#4136
Stoff: Baumwollstretch / Buttinette


~~~~~~~~~~ 3 ~~~~~~~~~~
Schnitt: Fashion Style / Knipmode 8/2015#5
Stoff: Georgette, 100% Viskose/ Buttinette


Beim Sommerrock-Sew-Along-Finale wollte ich ohne viel Text den Kamerafokus auf die Röcke setzten, habe mir aber überlegt, ab kommendem MeMadeMittwoch jede Woche einen Rock noch einzeln zu zeigen mit Ganzkörperbildern, einigen Details und Schnittbesprechung. Ich würde mich freuen, wenn ihr vorbeischauen würdet.

---> Hier geht's zum Finale des Sommer-Rock-Sew-Along

Freitag, 1. Juli 2016

Ran an die UFOs! Juli: Der falsche Schnitt

Mein Juli UFO, das diesmal meine Assistentin vorführen darf - auf dem Kleiderbügel sieht es nämlich nur wie ein langer Schlauch aus - hat schon vier Jahre auf dem Buckel.


Jedes Jahr, wenn sommerliche Temperaturen kommen, packe ich das unfertige Kleid aus, probiere es an und stelle immer wieder fest, dass mir der Schnitt an mir so gar nicht gefällt. Ich finde den Stoff, und vor allem das Muster ganz toll, aber beim Schnitt - La Mia Boutique 4/2011, Kleid 411 - da habe ich wahrlich daneben gegriffen.


Jersey ist nicht ganz mein Material unter anderem aus dem Grund, dass ich bei Jersey immer Schwierigkeiten mit der Schnittwahl habe. An meiner Assistentin gefällt mir das Kleid eigentlich ganz gut und eigentlich habe ich an dem Schnitt nichts auszusetzen, außer der Tatsache, dass er leider mit mir überhaupt nicht kompatibel ist. Das große Problem bei dem Schnitt ist nämlich, dass er nur dann funktioniert, wenn das Kleid ganz eng anliegend genäht ist und das mag ich gar nicht. Ist der Stoff nicht ganz gespannt, hängen die vielen Falten nur unschön nach unten.


Habt ihr vielleicht eine Idee, wie ich das Kleid umändern könnte? Mir ist leider bis jetzt nichts Brauchbares eingefallen. Ich würde am liebsten eine Taillennaht haben - was problemlos zu machen wäre - und zumindest einen leicht ausgestellten Rock. Hier sehe ich dagegen große Schwierigkeiten. Von dem Stoff habe ich zwar ein langes aber nur ca. 20cm breites schmales Reststück übrig. Viel Spielraum gibt mir das nicht. Um dieses Problem zu lösen habe ich 31 Tage und in diesem Monat sollte ich die Zeit optimaler nutzen.


Und jetzt würde ich mich sehr über eure UFO-Geschichten freuen!
Edit 05.07.: Ist euch das Prozedere mit dem Mailen zu umständlich? Vielleicht ist ein Linktool einfacher? Versuchen wir es damit :)



"Ran an die Ufos!" ist eine Aktion, in der es darum geht angefangene und nicht beendete Projekte fertigzunähen. Sie findet monatlich bis Ende des Jahres statt. An jedem Ersten des Monats wird das UFO-Projekt vorgestellt und an jedem Letzten des Monats wird das fertige Kleidungsstück präsentiert. Nimmt man an der Aktion kon­ti­nu­ier­lich teil, ist es möglich die beiden Posts in einem zusammenzufassen.

Wenn ihr mitmachen wollt, schickt mir eine Mail mit dem Link zu eurem Post an:
Ich werde dann eure Beiträge verlinken. Das Logo könnt ihr selbstverständlich verwenden.

Der nächster Termin ist Sonntag, der 31.07.2016

Donnerstag, 30. Juni 2016

Ran an die UFOs! - Juni Resümee

Vor lauter Röcke nähen - der finale Post zum Sommerrock-Sew-Along wird noch kommen - bin ich mit meinem UFO schon wieder erst kurz vor knapp fertiggeworden. "Was hast du dir da eingebrockt!", dachte ich nur,  als ich vorgestern zu ganz später Stunde an der Nähmaschine saß. Ich hatte große Zweifel, ob das was wird. Ich kämpfte gegen die Müdigkeit an und nur noch ein kleiner Rest an Pflichtgefühl lies mich weitermachen.

Als ich dann aber gestern das fertige Kleid - ich nenne es so, obwohl es eigentlich zwei Teile sind - zum ersten Mal angezogen habe, hatte ich plötzlich ein ganz anderes Gefühl. Entgegen meinen Erwartungen gefiel mir das Endergebnis wirklich gut. Ich bin sehr angetan von den großen Schleifen, ich mag den Volant und ich mag die Proportionen des Kleides - so richtig italienisch, findet ihr nicht auch?






So wie ich das immer mache, wenn mich Kleider vom Catwalk inspirieren, habe ich auch diesmal einige Designelemente des Originals übernommen, andere dagegen verändert, mit dem Ziel ein Kleidungsstück zu erhalten, welches besser zu mir und meiner Figur passt. Auf die Idee es zweiteilig zu nähen hat mich die D&G Kollektion selbst gebracht, in der es auch Röcke gab, die den gleichen Schnitt hatten, wie das Rockteil des Kleides.

Beim Rock wollte ich so nah wie möglich am Original bleiben, darum habe ich nach einem Schnittmuster mit vier Abnäher vorne und hinten gesucht. In der Ausgabe 3/2012 von "Meine Nähmode" habe ich einen Retro Rockschnitt (Modell 45) gefunden, der genauso konstruiert war. Ich habe den Rock nur kürzer genäht und statt Schlitz einen Volant gemacht. Da der Stoff überhaupt nicht elastisch ist, sind große Sprünge in dem Rock nicht möglich ;), aber Treppensteigen funktioniert noch ganz gut.



Das Schnittmuster für das Oberteil war viel schwieriger zu finden. Das Kleid hat im Original Raffungen an der Seite und in der Mitte des Hinterteils. In der Burda 3/2007 habe ich einen Kleidschnitt gefunden (Modell 123), der so ähnlich konstruiert war. Einiges musste ich jedoch ändern. Aus dem Kleidschnitt habe ich ein Oberteilschnitt gemacht und den Ausschnitt habe ich ganz verändert.

Auch in anderen Nähzimmern wurden im Juni UFOs beseitigt.


Floh ist so richtig durchgestartet. Erst kürzlich angefangen hat sie jetzt schon drei Teile fertig!


Nach einem Monat Pause ist auch Birgit wieder dabei und sie hat nicht nur ihr Mai UFO fertig, sondern dazu noch zwei wunderschöne Shirts.

Sehr gespannt war ich auch, was aus Memas unfertigen Sommerkleid vom letzten Jahr geworden ist. Sie hat uns ein wenig auf die Folter gespannt, aber jetzt lässt sie uns wissen, dass sie das schöne Kleid retten konnte. Ist das nicht wunderbar?!

Schon morgen geht's hier weiter mit der Vorstellung des Juli-UFO und ich freue mich auf alle, die mitmachen möchten.

"Ran an die Ufos!" ist eine Aktion, in der es darum geht angefangene und nicht beendete Projekte fertigzunähen. Sie findet monatlich bis Ende des Jahres statt. An jedem Ersten des Monats wird das UFO-Projekt vorgestellt und an jedem Letzten des Monats wird das fertige Kleidungsstück präsentiert. Nimmt man an der Aktion kon­ti­nu­ier­lich teil, ist es möglich die beiden Posts in einem zusammenzufassen.

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